Yoga für Anfänger: Entspannt durch den Winter mit gezielten Übungen

Der Jahreswechsel bietet den perfekten Moment für eine Neuausrichtung. Während draußen Kälte herrscht, suchen viele Menschen nach Wegen, den eigenen Körper zu kräftigen und innere Ruhe zu finden. Yoga ist hierfür perfekt, weil es gezielte Gymnastik mit mentaler Entspannung kombiniert. Diese jahrtausendealte Lehre schenkt Ihnen gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit die nötige Energie, um gesund und vital durchzukommen.

Sie haben noch keine Erfahrung mit Yoga und wollen mit ein paar einfachen Übungen starten? Wir nehmen Sie in diesem Blogbeitrag an die Hand und zeigen Ihnen wohltuende Yogastellungen (Asanas) für Anfänger.

Den passenden Weg finden: Welcher Yogastil passt zu Ihnen?

Der Einstieg gelingt leichter mit dem passenden Yogastil. Einsteiger profitieren vom klassischen Hatha Yoga, da die Asanas hier langsam und kontrolliert ablaufen. Dynamik und fließende Übergänge bringen Vinyasa Yoga oder das strukturierte Ashtanga Yoga. Suchen Sie tiefe Entspannung und möchten Blockaden lösen, sind Yin Yoga oder das sanfte Vini Yoga eine gute Wahl. Oder wie wäre es mit einem aktuellen Trend zur Entspannung der Mimik? Face Yoga erfreut sich derzeit großer Beliebtheit.

Da dieser Beitrag nicht ausreicht, um alle einzelnen Yoga-Arten im Detail vorzustellen, konzentrieren wir uns im Folgenden auf das Hatha Yoga. Dieser Stil ist durch seine Beständigkeit und den Fokus auf die korrekte Ausrichtung perfekt für Yoga-Anfänger. 

Die Basis für Ihre Yoga-Praxis: Vorbereitung und Zubehör

Für Ihre ersten Sessions benötigen Sie keine teure Ausrüstung und kein Yogastudio – Sie starten bequem von zu Hause aus. Folgende Utensilien unterstützen Ihre Praxis:

  • Yogamatte: Eine rutschfeste Unterlage bietet Sicherheit für Füße und Gelenke. Nachhaltige Materialien wie Kork fühlen sich besonders angenehm an.
  • Meditationskissen: Es unterstützt eine aufrechte Sitzposition und schont die Wirbelsäule.
  • Yogablock oder Yogagurt: Diese Yoga-Hilfsmittel gleichen fehlende Flexibilität aus und verhindern Überlastungen im Knie.
  • Yogahose: Bequeme, elastische Kleidung für volle Bewegungsfreiheit.

Tipp: Bevor Sie mit den Übungen starten, legen Sie Ihr Smartphone zur Seite, um sich voll und ganz auf Ihren Körper und Ihren Geist zu konzentrieren. Seien Sie bewusst im Moment, achtsam und fokussiert.

Praxis-Guide: 6 effektive Asanas für den Winter

Yoga beginnt im Kopf, nicht bei der Akrobatik. Hören Sie vor der ersten Bewegung tief in sich hinein. Ihr Körper entscheidet jeden Tag neu über seine Leistungsfähigkeit. Akzeptieren Sie den aktuellen Spielraum Ihrer Muskeln und Sehnen. Es soll eine angenehme Dehnung entstehen, kein Schmerz! So schützen Sie empfindliche Bereiche wie Ihre Knie oder die Wirbelsäule vor Verletzungen.

Wir haben für Sie sechs leichte Übungen für Ihre erste Yoga-Praxis zusammengestellt: 

1. Sonnengruß

Der Sonnengruß kombiniert verschiedene Asanas zu einem fließenden Flow. Sie starten im Stand, führen die Arme über den Kopf und beugen sich aus einer leichten Rückbeuge mit geradem Rücken tief in die Vorbeuge. Nach der halben Vorbeuge setzen Sie den rechten Fuß weit nach hinten und atmen tief in die Dehnung. Es folgt der Wechsel in den herabschauenden Hund und über die Stützposition weiter in die Kobra. Drücken Sie sich anschließend zurück in den herabschauenden Hund, bevor Sie beide Füße nacheinander wieder nach vorne bringen. Richten Sie sich aus der Vorbeuge mit geradem Rücken auf und führen Sie die Hände in Gebetshaltung vor das Herz. Wiederholen Sie die Abfolge danach mit dem linken Bein.

2. Herabschauender Hund

Schieben Sie aus dem Vierfüßlerstand Ihr Gesäß weit nach oben und hinten. Die Arme bleiben gestreckt, die Finger spreizen Sie weit auf der Yogamatte auf. Ihre Wirbelsäule bildet eine lange, gerade Linie. Lassen Sie die Fersen Richtung Boden sinken, ohne die Beine durchzudrücken. Diese Position dehnt die gesamte Körperrückseite.

3. Krieger II

Machen Sie einen weiten Ausfallschritt. Den hinteren Fuß drehen Sie um 90 Grad nach außen. Beugen Sie das vordere Knie über dem Sprunggelenk. Breiten Sie die Arme parallel zum Boden aus und blicken Sie stolz über die vordere Hand. Der Krieger schenkt Ihren Füßen Standfestigkeit und kräftigt die Oberschenkel.

4. Kobra

Legen Sie sich auf den Bauch. Platzieren Sie die Hände unter den Schultern. Pressen Sie den Fußspann fest in die Matte. Heben Sie nun allein aus der Kraft der Rückenmuskulatur den Brustkorb an. Die Ellenbogen bleiben dicht am Körper. Diese Herzöffnung verbessert die Haltung und vertieft den Atem.

5. Baum

Finden Sie im Stand Ihr Gleichgewicht. Setzen Sie die Sohle des rechten Fußes entweder an die Wade oder den Innenschenkel des linken Standbeins (setzen Sie Ihren Fuß nicht an das  Kniegelenk!). Führen Sie die Hände vor der Brust zusammen oder strecken Sie diese wie Äste zum Himmel. Diese Übung schult Ihre Balance und beruhigt die Gedanken.

6. Savasana

Den krönenden Abschluss bildet Savasana, die Tiefenentspannung in Rückenlage. Legen Sie sich flach auf den Rücken, idealerweise nutzen Sie eine weiche Unterlage oder Ihre Yogamatte. Die Beine lassen Sie locker auseinanderfallen, die Zehen zeigen entspannt nach außen. Platzieren Sie die Arme mit etwas Abstand zum Körper, die Handflächen zeigen nach oben. Schließen Sie die Augen, lassen Sie den Unterkiefer locker und verharren Sie für mindestens fünf bis zehn Minuten in völliger Bewegungslosigkeit.

In dieser Stille kommt Ihr ganzer Körper zur Ruhe und verarbeitet die vorangegangenen Übungen. Hier entfaltet Yoga seine volle Wirkung. Während Sie in der Ruhe von Savasana entspannen, tankt Ihr Organismus neue Energie und speichert die positiven Effekte.

Meditation & Atemübungen als perfekte Ergänzung

Eine zentrale Rolle beim Yoga spielt die bewusste Kommunikation zwischen Körper und Geist. Sie wird über die richtige Atemtechnik hergestellt (auch Pranayama genannt) und bildet das Fundament jeder Übung. 

Atmen Sie tief und gleichmäßig durch die Nase ein und aus. Schicken Sie den Atem bis in den Bauchraum, sodass sich die Bauchdecke spürbar hebt und senkt. Diese tiefe Bauchatmung aktiviert den Vagusnerv, beruhigt Ihr Nervensystem und reguliert Herzfrequenz sowie Blutdruck. Gleichzeitig stoppen Sie kreisende Gedanken und konzentrieren sich stattdessen auf den gegenwärtigen Moment. Sie wollen noch mehr für Ihr mentales Wohlbefinden tun? Techniken wie Meditation sind eine hervorragende Ergänzung, um Ihre seelische Gesundheit nachhaltig zu stärken.

Dranbleiben und belohnen – Yogakurse und Retreats entdecken

Beständigkeit schlägt Intensität. Wenn Sie Ihre Praxis vertiefen möchten, ist ein Yogakurs ideal. Erfahrene Yogalehrer korrigieren Ihre Haltung und geben wertvolle Impulse. Die Kommunikation mit Gleichgesinnten motiviert zusätzlich und festigt Ihre neue Routine. 

Sie haben Lust, Reisen und Yoga zu verbinden? Ein Yoga Retreat ermöglicht es Ihnen, fernab von Verpflichtungen tief in die Materie einzutauchen. Viele gesetzliche Krankenkassen unterstützen solche Präventionsmaßnahmen. Unser Well-Aktiv Programm bietet hierfür die perfekte Möglichkeit: Genießen Sie eine kurze Auszeit mit qualifizierten Yoga-Kursen an verschiedenen Reisezielen und erhalten Sie einen attraktiven Krankenkassenzuschuss von bis zu 200 Euro für Ihre Gesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft pro Woche ist Yoga für Anfänger sinnvoll? 

Für den Start genügen zwei bis drei Einheiten pro Woche. Regelmäßigkeit ist wichtiger als die Dauer der einzelnen Session. Schon 15 bis 20 Minuten am Tag helfen Ihrem Körper, sich an die neuen Bewegungsabläufe zu gewöhnen und erste Fortschritte in der Beweglichkeit zu erzielen.

Muss ich für Yoga sportlich sein? 

Nein, Sie müssen weder besonders sportlich noch beweglich sein. Yoga passt sich Ihnen an, nicht umgekehrt. Da die Übungen im Hatha Yoga langsam ablaufen, können Sie als Anfänger jederzeit einsteigen. Bei akuten Verletzungen oder chronischen Beschwerden sprechen Sie besser vorab mit Ihrem Arzt.

Kann ich Yoga auch im hohen Alter noch lernen? 

Absolut. Yoga eignet sich für jedes Lebensalter. Spezielle Kurse für Best Ager achten besonders auf empfindliche Gelenke wie das Knie. Alle Übungen passen Sie flexibel an Ihre Bedürfnisse an. Falls Sie Unterstützung bei der Balance benötigen, nutzen Sie einfach einen Stuhl oder andere Hilfsmittel.

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